Projekt

Hebel und Potenziale in der gemeinsamen Agrarpolitik für eine bessere Unterstützung von grüner Infrastruktur, Biodiversität und Ökosystemleistungen

Die Intensivierung der Landwirtschaft im 20. Jahrhundert führte zu einer Abnahme der Multifunktionalität in Agrarlandschaften und nach wie vor gilt nicht-nachhaltige Landwirtschaft als einer der wichtigsten Treiber des Verlustes von Biodiversität. In der EU ist die Gemeinsame Agrarpolitik (common agricultural policy, CAP) das wichtigste Instrument, um die Gestaltung der Agrarlandschaft zu beeinflussen. Durch die aktuelle Reform der Gap bietet sich die Möglichkeit ihre positiven Elemente weiter zu verbessern.

Hierbei muss zum einen die ökologische Steuerung auf der Landschafts-/Ökosystemebene verbessert werden, zum anderen gilt es Förderungen so zu gestalten, dass sie Umsetzungsbarrieren auf Seiten der Landwirte effektiv adressiert und überwinden hilft. Das Projekt CAP4GI soll Möglichkeiten identifizieren mit denen die Ökologische Effektivität von Maßnahmen durch einen Landschaftsansatz verbessert werden kann und deren Anpassung an und Übertragbarkeit auf verschiedene sozio-ökonomische ermöglichen. Dies wird mittels der Entwicklung eines integrativen Werkzeugs verwirklicht, welches durch die Bewertung sozio-kultureller, ökologischer, wirtschaftspolitischer Erfolgsfaktoren und Barrieren einen Modellierungsrahmen zur Bewertung des Biodiversitätsgewinns unter verschiedenen Szenarien ermöglicht.

Ein engerer Dialog und die Anerkennung von Bedürfnissen, kombiniert mit anschaulichen Simulationsanalysen zur Untersuchung alternativer Szenarien, können dazu beitragen, wichtige Hindernisse für die strategische, adaptive Politikgestaltung und Landschaftsplanung zu überwinden. Auf diese Weise wird dieser integrative und systemische Ansatz die Entwicklung eines Policy-Mixes unterstützen, welcher es den Landwirten ermöglicht, ihre Führungsrolle für den Umweltschutz wahrzunehmen.