Projekt

Ganzheitliches Biodiversitätsmanagement in der Baustoffindustrie: Strategien und Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt im Kontext des Rohstoffabbaus

Das Projekt legt den Fokus auf den Erhalt und die Förderung der Biodiversität in den Abbaustätten der Baustoffindustrie. Zentrales Ziel ist die Entwicklung eines sich an lokalen Gegebenheiten orientierenden, systematischen Biodiversitätsmonitorings. Es liefert die Basis für die Entwicklung und Verbesserung des Biodiversitätsmanagements von Unternehmen und ihren Geschäftspraktiken.

Das Projekt zielt auf den Erhalt und die Förderung der Biodiversität in den Abbaustätten der Baustoffindustrie. Die für die Herstellung ihrer Produkte notwendige Rohstoffextraktion geht mit erheblichen Eingriffen in das Ökosystem einher. Gleichwohl können die Abbaustätten nach Beendigung der Rohstoffgewinnung auch wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen bieten. Damit Unternehmen geeignete Maßnahmen zur Ausschöpfung dieses Potenzials ergreifen können, ist zunächst ein ausgeprägtes Verständnis der Veränderung und Entwicklung der biologischen Vielfalt in ihren Abbaugebieten erforderlich.

Zentrales Ziel ist daher die Entwicklung eines sich an lokalen Gegebenheiten orientierenden, systematischen Biodiversitätsmonitorings. Es liefert die Basis für die Entwicklung und Verbesserung des Biodiversitätsmanagements von Unternehmen und ihren Geschäftspraktiken.

Unter Einbeziehung der Branchenverbände und Naturschutzorganisationen als zentralen Anspruchsgruppen soll durch vergleichende Standortstudien von Abbaustätten der Partnerunternehmen ein branchenspezifisches Managementkonzept entwickelt und das Transferpotenzial über die Branche hinaus analysiert werden.

In das Monitoring sollen im Sinne des Citizen Science auch Bürger, die im Naturschutz engagiert sind, über die Plattform naturgucker.de einbezogen werden. Ein Branchendialog zielt auf branchenweite, verbindliche Vereinbarungen hinsichtlich der Einführung eines Biodiversitätsmanagements in den Unternehmen ab. Untersuchungen zur Übertragbarkeit des Monitoring-Konzepts auf andere Branchen und Regionen sollen die Verbreitung guter Praktiken befördern.

Publikationen

  • Iwaszkiewicz-Eggebrecht, E., Zizka, V.A.M., & Lynggaard, C. (2024). Three steps towards comparability and standardization among molecular methods for characterizing insect communities. Philosophical Transactions of the Royal Society B: Biological Sciences, 379, 20230118. https://doi.org/10.1098/rstb.2023.0118
Anneli Heinrich
Projektleiterin Anneli Heinrich
Anneli Heinrich ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am IÖW.

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)
Potsdamer Str. 105

10785 Berlin

Logo IÖW - Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung

Das Projekt im Interview

Projekt GiBBS im Interview – Biodiversitätsschutz in der Baustoffindustrie?

Anneli Heinrich vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) in Berlin leitet das Projekt GiBBS und will mit ihrer Forschung gemeinsam mit ihrem Team herausfinden, wie Biodiversität in den Abbaustätten der Baustoffindustrie erhalten und gefördert werden kann.

Zum Interview auf der FONA-Seite.