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Glossar
Die wichtigsten Begriffe für Biodiversität
Von Agrarpolitik bis Weltkulturerbe – was steckt hinter den Begriffen? Der Glossar hilft weiter.
Übersicht
Agrarpolitik
Biodiversität
Brachflächen
CO₂ (Kohlenstoffdioxid)
Humus
Klima
Invasive Arten
Natura-2000-Gebiete
Ökosystem
Pestizide
Rote Liste Bedrohter Arten
Salzwiesen
UNESCO-Weltkulturerbe
Agrarpolitik
Mit der (nationalen) Agrarpolitik steuert und beeinflusst ein Staat die Landwirtschaft im Land ‒ und zwar indem bestimmte Gesetze verabschiedet und Maßnahmen umgesetzt werden. Dazu gehören zum Beispiel staatliche Förderungen für Landwirte und Landwirtinnen, Umweltauflagen oder Gesetze zum Schutz der Biodiversität. Leider kommen hier jedoch die Förderung der ökologischen Landwirtschaft und der Biodiversitätsschutz meistens noch viel zu kurz.
Biodiversität (auch: biologische Vielfalt und Artenvielfalt)
Biodiversität ist ein Synonym für „biologische Vielfalt“. Dazu zählen alle Arten von Lebewesen (also Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen) – aber auch die verschiedenen Lebensräume (wie Wälder, Flüsse oder Küsten), in denen diese Arten zu Hause sind sowie die genetische Vielfalt innerhalb der Arten. Die Biodiversität spielt eine wichtige Rolle für das Funktionieren von Ökosystemen – und auch für das menschliche Wohlergehen.
Brachflächen
Brachflächen sind unbebaute oder nicht (mehr) genutzte Bereiche. In Städten findet man Brachflächen manchmal zwischen Häusern oder auf verlassenen Industriegeländen, die von der Natur zurückerobert werden. Sie dienen als Lebensraum oder Zufluchtsort für viele Tiere und Pflanzen.
CO₂ (Kohlenstoffdioxid)
CO₂ ist ein unsichtbares Gas, das aus den Atomen Kohlenstoff und Sauerstoff besteht. Es ist ein natürlicher Bestandteil der Luft und spielt eine wichtige Rolle für Pflanzen, die es für ihre Fotosynthese nutzen. Außerdem stoßen wir Menschen – und auch Pflanzen – bei der Atmung CO₂ aus. Es wird aber auch in der Industrie durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie Öl oder Kohle freigesetzt. Daher ist die CO₂-Konzentration heutzutage viel höher als noch vor der Industrialisierung ‒ und das ist schlecht für das Klima. Denn CO₂ ist ein Treibhausgas und daher mitverantwortlich für die globale Erwärmung. Für den Klimaschutz ist es deshalb wichtig, den CO₂-Ausstoß zu reduzieren.
Humus
Humus ist meist die oberste Bodenschicht und besteht aus abgestorbenem organischem Material, wie zum Beispiel alten Pflanzenresten. Außerdem leben dort viele Mikroorganismen, die das tote Pflanzenmaterial zersetzen. Humus enthält viele wichtige Nährstoffe, die Pflanzen brauchen, um wachsen zu können. Er ist daher grundlegend wichtig ‒ für gesunde Böden, funktionierende Ökosysteme und für eine ertragreiche Landwirtschaft.
Klima (vs. Temperatur und Wetter)
Das Klima beschreibt die typischen Wetterabläufe einer Region über einen sehr langen Zeitraum ‒ und zwar über mindestens 30 Jahre. Es handelt sich dabei also nicht um einzelne Wetterereignisse oder aktuelle Temperaturschwankungen, sondern um einen mittleren, langfristigen Zustand. Wenn es zum Beispiel heute in deiner Stadt kalt und regnerisch ist und morgen wieder die Sonne scheint, dann hat sich über Nacht nicht das Klima, sondern das Wetter verändert! Die Temperatur ist dabei nur ein einzelner Wert, der angibt, wie warm oder kalt es an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit ist.
Invasive Arten
Als invasive Arten werden Tiere, Pflanzen oder auch Pilze bezeichnet, die durch den Menschen in ein neues Gebiet gebracht wurden – beispielsweise durch Reisen oder Handelsverkehr – und dort heimische Arten verdrängen oder ihnen schaden können. Doch nicht alle eingeschleppten Arten sind automatisch invasiv, manche stören auch gar nicht.
Natura-2000-Gebiete
Natura-2000-Gebiete sind besondere Gebiete in Europa, die gefährdete Lebensräume und ihre Artenvielfalt schützen sollen. Man unterscheidet hierbei zwei Arten von Schutzgebieten: die Fauna-Flora-Habitat-Gebiete (FFH-Gebiete) und die Europäischen Vogelschutzgebiete. Insgesamt zählen hierzu derzeit ca. 27.000 Schutzgebiete!
Ökosystem
Ein Ökosystem ist eine Lebensgemeinschaft aus verschiedenen Lebewesen (Pflanzen, Tiere, Pilze und Mikroorganismen) und ihrer Umwelt. Beispielsweise ergibt ein Wald gemeinsam mit all seinen großen und winzigen Bewohnern ein Ökosystem. Sie alle stehen in Beziehung zueinander, sind voneinander abhängig und beeinflussen sich gegenseitig.
(chemische) Pestizide
Pestizide sind meist synthetisch hergestellte chemische Wirkstoffe, die in der Landwirtschaft (manchmal aber auch im Garten) eingesetzt werden. Dort sollen sie das Wachstum von unerwünschten Pflanzen, Insekten und Pilzen bekämpfen und so die Ernte schützen. Das klingt erstmal praktisch, doch Pestizide haben oft auch negative Auswirkungen auf die Umwelt, die Biodiversität und die Gesundheit. Bei der ökologischen Landwirtschaft ist der Einsatz von solchen synthetischen Pestiziden verboten. Hier kommen natürliche Pflanzenschutzmethoden zum Einsatz ‒ wie zum Beispiel Unkrautbekämpfung mit der Hand oder Maschinen oder der Anbau von sich gegenseitig unterstützenden Mischkulturen.
Rote Liste Bedrohter Arten
Die Rote Liste ist ein wissenschaftliches Verzeichnis, in das gefährdete oder vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten aufgelistet werden. Das hilft dabei, den Überblick zu behalten, wie es den Lebewesen auf unserem Planeten geht und den Schutz der gefährdeten Arten zu verbessern. Du kannst selbst einen Blick in dieses Verzeichnis werfen unter www.iucnredlist.org ‒ die Webseite ist allerdings auf Englisch.
Salzwiesen
Salzwiesen sind ganz besondere Lebensräume an Küsten. Sie kommen in Bereichen vor, die regelmäßig vom Meer überflutet werden. Dort bilden Salzwiesen einen Lebensraum für eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt, die an das salzige Meerwasser angepasst ist.
UNESCO-Weltnaturerbe
Bei einem UNESCO-Weltnaturerbe handelt es sich um besonders wertvolle und schützenswerte Naturlandschaften. Diese „Auszeichnung“ wird von der UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) vergeben ‒ das ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Ein UNESCO-Weltnaturerbe steht unter besonderem Schutz, weil es weltweit einzigartig oder von ganz außergewöhnlicher ökologischer Bedeutung ist – zum Beispiel das Wattenmeer an der Nordseeküste.







