Faktencheck Artenvielfalt

Agrar- & Offenland


Die biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft ist seit Jahren rückläufig. In zahlreichen Studien wurde das für verschiedene Gruppen, wie Insekten und Vögel, dokumentiert. Wir werden die in Deutschland durchgeführten Studien zusammenführen und die Ursachen für den Rückgang einordnen, um die wichtigsten und dringendsten Maßnahmen gegen den Verlust der biologischen Vielfalt zu identifizieren. Wir hoffen damit einen wichtigen Beitrag gegen den Verlust der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft leisten zu können. 

Um den aktuellen Wissenstand über die Rückgänge von Biodiversität in der Agrarlandschaft in Deutschland zusammenzufassen, werden wir die Ergebnisse von wissenschaftlichen Studien und Quellen der „grauen Literatur“ zusammenfassen. Darüber hinaus ist es uns wichtig die Ursachen für Diversitätsveränderungen in der Agrarlandschaft durch ein breit aufgestelltes Gremium an Expert*innen mit systematischen Interviewmethoden („Delphi Expert Elicitation“) bewerten zu lassen. Unsere Arbeit schließt damit direkt an die durch die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina geförderte und veröffentlichte Stellungnahme „Biodiversität und Management von Agrarlandschaften – Umfassendes Handeln ist jetzt wichtig“ an. 

Team

Prof. Dr. Alexandra-Maria Klein
Koordinierende Leitautorin

Prof. Alexandra-Maria Klein leitet den Lehrstuhl für Naturschutz und Landschaftsökologie an der Universität Freiburg. In ihrer Forschung befasst sie sich vor allem mit Wildbienen und anderen Bestäubern in der Agrarlandschaft. Als Leitautorin hat sie maßgeblich zum Bericht des Weltbiodiversitätsrates (IPBES) über Bestäubung beigetragen. 

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Professur für Naturschutz und Landschaftsökologie
Tennenbacher Straße 4
79106 Freiburg

Prof. Dr. Claudia Bieling
Koordinierende Leitautorin

Prof. Claudia Bieling leitet den Lehrstuhl für Gesellschaftliche Transformation und Landwirtschaft an der Universität Hohenheim in Stuttgart. In ihrer Forschung beleuchtet sie die Zusammenhänge zwischen ökologischen und sozialen Dimensionen in Landnutzungs- und Ernährungssystemen und leistet damit einen Beitrag zur transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung. 

Universität Hohenheim
Fg. Gesellschaftliche Transformation und Landwirtschaft 
Schloss Museumsflügel (430b)
70599 Stuttgart 

Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese
Koordinierende Leitautorin

Prof. Katrin Böhning-Gaese leitet das Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum (SBiK-F) und ist Professorin am Institut für Ökologie, Evolution und Diversität der Goethe-Universität in Frankfurt. Sie erforscht den Einfluss von Klima- und Landnutzungswandel auf Lebensgemeinschaften von Tieren. 

Senckenberg Naturmuseum Frankfurt
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt

Prof. Dr. Sebastian Lakner
Koordinierender Leitautor

Prof. Sebastian Lakner leitet den Lehrstuhl für Agrarökonomie an der Universität Rostock. Er forscht an der Produktivität und Effizienz von Ökolandbau und an Möglichkeiten für eine Weiterentwicklung der gemeinsamen Agrarpolitik der EU.

Universität Rostock
Professur Agrarökonomie
Justus-von-Liebig-Weg 2
18059 Rostock 

Dipl. -Ing. agr. Hubertus Paetow
Koordinierender Leitautor

Hubertus Paetow ist der Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG). Als Diplom-Agraringenieur bewirtschaftet er seinen Betrieb mit den Schwerpunkten Ackerbau und Saatguterzeugung in Mecklenburg-Vorpommern. Er war Mitglied der Zukunftskommission Landwirtschaft und berät die Bundesregierung als Mitglied im „Rat für Nachhaltige Entwicklung“.

Vorstand der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG)
Eschborner Landstraße 122
60489 Frankfurt/M. 

Dr. Anne Mupepele
Projektwissenschaftlerin

Dr. Anne Mupepele arbeitet am Lehrstuhl Naturschutz und Landschaftsökologie der Universität Freiburg. Sie forscht an Wildbienen in der Agrarlandschaft, sowie Methoden für einen evidenzbasierten Naturschutz. 

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Professur für Naturschutz und Landschaftsökologie
Tennenbacher Straße 4
79106 Freiburg

Prof. Dr. Christoph Bleidorn
Leitautor

Prof. Christoph Bleidorn leitet die Abteilung Evolution und Biodiversität der Tiere an der Universität Göttingen und das Biodiversitätsmuseum Göttingen. Er forscht an der Evolution von Anneliden und der symbiotischen Beziehung zwischen Insekten und Bakterien.

Georg-August-Universität Göttingen
Wilhelmsplatz 1 (Aula)
37073 Göttingen

Dr. Laura Breitkreuz
Leitautorin

Dr. Laura Breitkreuz ist Referentin für Biologische Vielfalt und Insekten beim NABU Bundesverband (Naturschutzbund Deutschland) und hat in Evolutionsbiologie mit dem Schwerpunkt Entomologie promoviert. Beim NABU begleitet sie politische Prozesse zum Insektenschutz und koordiniert bundesweite Projekte zur Förderung der Biodiversität.

Naturschutzbund Deutschland (NABU)
Charitéstraße 3
10117 Berlin

Ass. Prof. Dr. Ute Hasenöhrl
Leitautorin

Ass. Prof. Ute Hasenöhrl arbeitet am Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie der Universität Innsbruck. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem auf der Naturschutz- und Umweltgeschichte und der Kulturlandschaftsforschung.

Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
Innrain 52 
6020 Innsbruck (Österreich)

Kathrin Muus
Leitautorin

Kathrin Muus ist Bundesvorsitzende des „Bund der deutschen Landjugend“. Sie war Mitglied der Zukunftskommission Landwirtschaft. Außerdem promoviert sie am Thünen Institut für Betriebswirtschaft in Braunschweig zum Thema: Agrar- und Unternehmensstrukturen.

Bund der Deutschen Landjugend e.V. (BDL)
Claire-Waldoff-Straße 7
10117 Berlin 

Dr. Martin Sommer
Leitautor

Dr. Martin Sommer leitet beim Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL), dem Dachverband der Landschaftspflegeverbände, ein großes Förderprojekt zum Insektenschutz in Bayern. Er arbeitet im beruflichen Naturschutz, u.a. in der bayerischen Naturschutzverwaltung und als Lehrbeauftragter für das Themenfeld „Naturschutz in der Landwirtschaft“.

Deutscher Verband für Landschaftspflege (DVL) e.V.
Promenade 9
91522 Ansbach

Dr. Franziska Tanneberger
Leitautorin

Dr. Franziska Tanneberger leitet das Greifswald Moor Centrum, das als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis in allen Moorfragen fungiert. Sie forscht am Institut für Botanik und Landschaftsökologie der Universität Greifswald zur Ökologie von Niedermoor-Arten und standortangepasster Bewirtschaftung von Mooren.

Greifswald Moor Centrum
c/o Michael Succow Stiftung
Ellernholzstraße 1/3
17489 Greifswald