Auf schwarzem Grund sind die verschiedenen Gemüsekohlsorten abgebildet. Von links oben nach rechts unten: Blumenkohl, violetter Kohlrabi, Spitzkohl, Rotkohl, roter Spitzkohl, runder Spitzkohl, Wirsing und Romanesco. Die Farben und Formen der hier gezeigten Arten weichen z.T. stark von den in den Supermärkten erhältlichen Gemüsekohlsorten ab.
Die formenreiche Pflanzenart Brassica oleracea (Gemüsekohl) enthält zahlreiche gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe, die das Immunsystem unterstützen und das Krebsrisiko senken können.

BiodivGesundheit

Biodiversität in Brassica oleracea zur Verbesserung des Gesundheitswertes in der menschlichen Ernährung

Der Verzehr pflanzlicher Lebensmitteln mit hohen Gehalten gesundheitsfördernder Inhaltsstoffe trägt zu einer ausgewogenen Ernährung bei und senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronisch-entzündliche Erkrankungen, Krebs, Bluthochdruck oder Diabetes. Durch die Entwicklung natürlich angereicherter Pflanzen und innovativer Lebensmittel lässt sich die Aufnahme bioaktiver Pflanzeninhaltsstoffe weiter steigern. Eine besondere Grundlage hierfür bietet die formenreiche Pflanzenart Gemüsekohl (Brassica oleracea), die eine große Vielfalt an gesundheitsrelevanten Inhaltsstoffen enthält und immununterstützende Eigenschaften besitzt.

Das Projekt SharpGreens verbindet Pflanzenwissenschaft, Gemüsebau, Lebensmittelchemie und Präventivmedizin, um die Nährstoffvielfalt von Gemüsekohl zu erschließen und wissenschaftlich zu untersuchen, wie Biodiversität in der Ernährung zur Förderung der menschlichen Gesundheit genutzt werden kann. Eine humane Interventionsstudie analysiert dabei die potenziellen gesundheitlichen Effekte einer vielfältigeren Gemüsekohl-Diät.

Damit zeigt das Projekt, wie intraspezifische Agrobiodiversität die ernährungsphysiologische Qualität von Nutzpflanzen beeinflusst und unterstreicht ihre Bedeutung für eine nachhaltige Landwirtschaft sowie gesunde Ernährung. Durch die gezielte Erhöhung der Vielfalt im Anbau und Verzehr von Gemüsekohl leistet SharpGreens einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Agrobiodiversität und verdeutlicht den direkten Zusammenhang zwischen biologischer Vielfalt in der Landwirtschaft und menschlicher Gesundheit.

Projektleitung: Dr. rer. nat. Katja Witzel

Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau e.V. (IGZ)

Das Projekt im Interview

SharpGreens: Mit Kohlgemüse Gesundheit und Biodiversität stärken

Dr. Katja Witzel ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau. Zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen hat sie sich zum Ziel gesetzt, die Biodiversität von Kohlgemüsearten zu erfassen, die einen besonders hohen Gehalt an gesundheitsfördernden Pflanzeninhaltsstoffen aufweisen

Zum Interview auf der FONA-Seite.

Termine

Zurzeit stehen keine Veranstaltungen an.